Nachdem wir alle eine Zusage zum Stipendium bekommen hatten, folgte jede Menge Bürokratie. Abizeugnis, Notenübersicht und später auch Vordiplom mussten 3x kopiert, auf Englisch übersetzt, und jeweils beglaubigt zur Studienstiftung geschickt werden. Das gestaltete sich schwieriger, als es sich hier in den 2 Zeilen liest.
Nachdem das geschafft war, fand noch einmal ein Sprachkurs in Trier statt. Und nach dem Kurs hatten wir genau eine Woche Zeit, um folgende Untersuchungen machen zu lassen und die Untersuchungszeugnisse jeweils mehrmals beglaubigt kopieren zu lassen und es nach Bonn zu schicken:
- ein Röntgenbild (das Original darf man behalten und das steht jetzt bei mir zuhause rum)
- ein EKG
- Blutabnehmen und Blutuntersuchung
- jede Menge komische Fragen auf einem lustigen Formular vom Arzt ausfüllen lassen
"Have you ever had one of the following diseases? - "Mental confusion ... manic psychosis... paranoid psychosis.. hallucinatory psychosis..?"
Aber es war auch irgendwie witzig. Ich musste beispielsweise von Johannes und mir die Unterlagen beim Arzt abholen, sie jeweils 3x kopieren und dem Arzt zur Unterschrift vorlegen (also jeweils 3x Formular, 3x Blutuntersuchung, 3x Lungenbefund)... der Arzt durfte also insgesamt einen Stapel von mindestens 18 Dokumenten unterschreiben. Seine Freude darüber kann man sich vorstellen.
Für alle, die das hier lesen und auch einen China-/Auslandsaufenthalt planen und wissen wollen, was noch so auf sie zukommt, hier nur eine kurze Übersicht:
- Impfungen (für TK-Versicherte wird alles übernommen!)
- Untermieter finden
- Visum beantragen
- Krankenversicherung finden
- Internationales Konto eröffnen (z.B. DKB)
- Handyvertrag und sonstige Sachen kündigen
- Urlaubssemester beantragen
- und so weiter
China - Februar bis Mai
vor 16 Jahren
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